Herkunft und Geschichte
Der Azawakh stammt aus der Sahelzone Westafrikas, insbesondere aus Mali, Niger und Burkina Faso, wo er von nomadischen Volksgruppen zur Jagd und als Wachhund gehalten wurde. In Europa ist die Rasse bis heute selten anzutreffen.
Aussehen und Größe
Der Azawakh ist ein hochbeiniger, extrem schlanker Windhund mit einer Schulterhöhe von 60 bis 74 cm bei einem vergleichsweise geringen Gewicht von 15 bis 25 kg. Sein dünnes, kurzes Fell und die ausgeprägte Muskulatur lassen die Körperkontur deutlich hervortreten.
Charakter
Der Azawakh gilt als eigenständig, sensibel und Fremden gegenüber distanziert bis wachsam. Zu seiner Familie baut er eine enge, treue Bindung auf. Er ist kein klassischer Kuschelhund für jedermann, sondern ein Charakterhund mit eigenem Kopf.
Haltung und Bedürfnisse
Der Azawakh braucht ausreichend Auslauf, idealerweise mit gesichertem Freilauf, da sein Jagdinstinkt als Sichtjäger stark ausgeprägt ist. Aufgrund seines dünnen Fells ist er kälteempfindlich und sollte bei niedrigen Temperaturen zusätzlich geschützt werden, etwa mit einem Hundemantel.
Gesundheit
Der Azawakh gilt als robuste, ursprüngliche Rasse mit einer Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren. Wie bei anderen Windhunden ist bei Narkosen besondere Vorsicht geboten, da der geringe Körperfettanteil die Verstoffwechslung bestimmter Narkosemittel beeinflussen kann.
Für wen eignet sich der Azawakh?
Der Azawakh passt zu erfahrenen Hundehaltern, die einen eigenständigen, ursprünglichen Windhund suchen und mit seiner distanzierten, aber treuen Art gut umgehen können.




