Herkunft und Geschichte
Der Bloodhound zählt zu den ältesten Fährtenhundrassen Europas und wurde bereits im Mittelalter in Klöstern zur Jagd sowie zur Verfolgung von Wild und später auch Menschen eingesetzt. Seine außergewöhnliche Nasenleistung machte ihn schnell zu einem legendären Spürhund.
Aussehen und Größe
Der Bloodhound ist ein großer, schwerer Hund mit einer Schulterhöhe von 58 bis 69 cm und einem Gewicht von 36 bis 50 kg. Typisch sind die tiefhängenden Ohren, die ausgeprägten Falten im Gesicht und der markante, hängende Lefzenbereich.
Charakter
Der Bloodhound gilt als gutmütig, sanft und geduldig. Er ist selten aggressiv und kommt meist gut mit Familie und anderen Tieren zurecht. Auf der Fährte jedoch zeigt er einen enormen Arbeitswillen und lässt sich kaum von seiner Nase ablenken.
Haltung und Bedürfnisse
Der Bloodhound braucht viel Bewegung mit Gelegenheit zur Nasenarbeit, etwa Fährtentraining oder Mantrailing. Freilauf ist wegen seines starken Spürtriebs meist nicht ratsam, eine lange Schleppleine eignet sich besser. Seine hängenden Ohren und Hautfalten benötigen regelmäßige Kontrolle und Pflege.
Gesundheit
Der Bloodhound hat eine Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren. Wie viele große, tiefbrüstige Rassen ist er anfällig für eine Magendrehung, weshalb auf ruhige Fütterung und Vermeidung von Anstrengung direkt nach dem Fressen geachtet werden sollte. Auch Hautfaltenentzündungen können vorkommen.
Für wen eignet sich der Bloodhound?
Der Bloodhound passt zu Menschen, die einen sanften, aber arbeitswilligen Begleiter suchen und Freude an gezielter Nasenarbeit oder Fährtentraining haben.




