Es gibt Tage, da braucht es einfach etwas Ruhe und Abstand vom Alltag – für Rocky und Apollo genauso wie für uns. An solchen Tagen fahren wir raus an den See, der zum Glück nur wenige Minuten von uns entfernt liegt. Wir wohnen direkt in der Nähe eines Naturschutzgebiets mit See, sodass dieser Ausflug für uns kein großer Aufwand ist, sondern fast schon ein spontaner Programmpunkt sein kann. Kein festes Programm, kein Training, einfach nur gemeinsame Zeit.
Der Weg dorthin ist für uns schon Teil des Rituals. Sobald die Leinen im Auto liegen, merken wir förmlich, wie sich die Stimmung verändert – bei den beiden genauso wie bei uns; in der Natur achten wir danach immer auf Zecken. Am See angekommen, geht es erstmal um nichts anderes als Ankommen: schnüffeln, die Umgebung erkunden, sich auf einem schönen Fleckchen ablegen.
Was uns an diesen Ausflügen besonders gefällt: Man sieht seine Hunde in einem ganz anderen Modus. Zuhause oder unterwegs sind Rocky und Apollo aufmerksam, manchmal wachsam, immer irgendwie im “Beobachtungsmodus”. Am See dagegen wirken beide spürbar entspannter – wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise.
Der See ist für Apollo eindeutig sein Lieblingsort. Er ist eine echte Wasserratte und liebt es zu schwimmen – kaum sind wir angekommen, will er am liebsten sofort ins Wasser. Das tut ihm sichtlich gut, gerade für seine Gelenke ist Schwimmen eine tolle, gelenkschonende Bewegung, und mit seinem dichten Fell ist es an warmen Tagen für ihn außerdem die perfekte Abkühlung. Rocky ist da etwas zurückhaltender: Er geht zwar auch ins Wasser, aber meist nur so weit, wie er noch stehen kann. Apollo lässt sich davon aber nicht abhalten – er ermutigt Rocky spielerisch immer wieder dazu, sich doch noch ein Stück weiter ins Wasser zu trauen.
Für uns sind das auch die Momente, in denen wir merken, wie wichtig es ist, nicht immer nur im “Trainingsmodus” mit den Hunden unterwegs zu sein. Klar, Übung und Struktur gehören dazu – aber genauso wichtig ist es, einfach mal Zeit miteinander zu verbringen, ohne ein Ziel zu verfolgen. Kein Kommando, keine Ablenkungsübung, einfach nur gemeinsam da sein.
Manchmal nehmen wir eine Decke mit und setzen uns einfach für eine Weile ans Ufer – an heißen Tagen liegt zu Hause oft noch eine Kühlmatte bereit. Die beiden legen sich dann meist links und rechts von uns hin, und wir schauen zusammen aufs Wasser. Es sind keine spektakulären Momente, die man groß erzählen könnte – aber genau diese ruhigen, unspektakulären Augenblicke sind es, die für uns das Zusammenleben mit zwei großen Hunden ausmachen.
Wenn wir dann wieder zurück ins Auto steigen, sind beide meist herrlich müde und zufrieden – und wir merken, dass wir das genauso brauchen wie sie. Der See ist für uns kein Ausflugsziel unter vielen, sondern eine kleine, feste Konstante im Alltag geworden.




